ADHS Ernährung

Seit 45 Jahren wird ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätssyndrom) intensiv beforscht. Die wissenschaftliche Literatur ist entsprechend umfangreich. Der Wunsch nach „gib meinem Kind (oder mir) eine Pille, damit das aufhört“ ist groß. Dabei geht es oft eleganter und mit weniger Eingriff in das empfindliche System der Botenstoffe des Nervensystems. Über Spätfolgen durch Dauermedikation muss dann auch nicht nachgedacht werden. Ein wenig beachteter Zweig der ADHS-Forschung betrifft die Mikronährstoffe unserer Nahrung.  Auf die wollen wir hier aufmerksam machen. Vielleicht ist es für Sie einen Versuch wert, da mal hin zu schauen.

Bis zu 18% der Kinder erhalten die „Diagnose“ ADHS. Wichtiger als diese hohe Zahl sind die zahlreichen und häufigen Begleiterkrankungen. In Kombination erzeugen sie zahlreich weitere, vor allem soziale Probleme. Kommen dann noch Lernstörungen hinzu, ist ein Leidensweg vorprogrammiert. Auch  ein Blick insbesondere auf die Langzeit-Nebenwirkungen einer Medikation lässt mit gutem Grund den Verdacht aufkommen, dass da der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben wird, dem nur ein kurzfristiger Erfolg gegenübersteht. Was dann mit diesen Therapien später und leider sehr häufig kommen kann, soll hier gar nicht aufgeführt. Schon genetische und Umweltfaktoren, die oft angeführt werden, verbessern das Gefühl der Hilflosigkeit der Eltern nicht gerade. Was also kann man stattdessen versuchen?

„Vor die Therapie haben die Götter die Diagnose gestellt.“ soll Professor Dr. Franz Volhard, ehemaliger Direktor der Medizinischen Universitätsklinik in Frankfurt, gesagt haben. — Was aber ist denn eigentlich eine Diagnose? Eine Diagnose bewertet Symptome und Befunde und benennt das zugrunde liegende Krankheitsbild. Ein Syndrom ist demnach KEINE Diagnose. Ein Syndrom ist einfach nur ein Name für eine Kombination von verschiedenen Krankheitszeichen (Symptome). Wenn Ihnen also jemand sagt, Ihr Kind hat ein ADHS(yndrom), dann sind Sie genauso schlau wie vorher und haben lediglich ein Wort für das, was Sie ohnehin schon wussten. Statt einer Beschreibung haben Sie nun einen Namen und mit Pech vielleicht gleich einen (negativen) Stempel dazu. Das muss nicht sein.

Möglicherweise haben Sie auf Ihrer Suche nach einer Erklärung für ADHS schon mal etwas von einem Zusammenhang mit Tabakgenuss während der Schwangerschaft, Quecksilber oder Pestiziden gehört oder gelesen. Zumindest an Quecksilberbelastung könnte man etwas tun, wenn man denn sicher von ihr weiß. Das zu untersuchen wäre eine Diagnostik. Aber es gibt mehr Faktoren, die wir zuerst ansehen würden und die Sie leicht beeinflussen können. Zink. Essentielle Fettsäuren. Eisen. Q10. Magnesium. Und weitere. Und es gibt noch mehr. Additive in Lebensmitteln wie z.B. Lebensmittelfarbstoffe oder Konservierungsstoffe (das zu erläutern, würde den Rahmen hier sprengen). Sie brauchen für eine Diagnose etwas, dass Ihnen eine ursächliche Bewertung an die Hand gibt, wie es z.B. mit der unserer [Diagnostik] möglich ist. Haben Sie eine Ursache, haben Sie die Erkrankung und müssen möglicherweise nicht die Symptome bekämpfen.

Autor: Prof. Dr. Timm J. Filler

Referenz: 2008 – Sinn et al. – Nutritional and dietary influences on ADHD

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